Firmenlogo
Designelement

Qualität

Zuerst soll der Begriff Qualität erläutert werden:

Mit Qualität meinen wir

  • dass die Pflanze sortenecht ist oder bei generativer Vermehrung einem guten Typ der betreffenden Art angehört in Bezug auf Wuchsverhalten, Blühwilligkeit und andere Eigenschaften, die den Gartenwert einer Pflanze ausmachen.
  • einen gesunden und stabilen Zustand der Pflanze, der durch artgerechte Kultur erreicht wird.

wir meinen nicht

  • durch Intensivproduktion in kurzer Zeit hergestellte Gewächse mit properem Aussehen, die durch bestmögliche Versorgung für den Moment des Verkaufs erzeugt werden.
  • Topfballen, die aus Gründen der leichteren Handhabung und der Minimierung der Frachtkosten aus leichten Substraten bestehen, die eine regelmäßige, gleichbleibende Betreuung brauchen.

Erde und Substrat

zuerst eine Begriffsklärung:

  • Erde ist das, was unseren Planeten umgibt und die Pflanzen ernährt
  • Boden ist vom Menschen aufbereitete Erde für Kulturen z.B. Ackerboden
  • Substrat ist eine Mischung verschiedener Bestandteile, die in Töpfen, Containern und anderen Pflanzgefäßen den Pflanzen Halt gibt und Nährstoffe bereitstellt.

Unsere Pflanzen werden in betriebseigenem Substrat kultiviert. Dies hat mehrere Gründe. Zum Einen haben wir damit die Möglichkeit, die Zusammensetzung des Substrates den Bedürfnissen der Pflanze anzupassen, zum Anderen können wir der Pflanze eine leistungsfähige Lebensgrundlage mit auf den Weg geben. Unser Substrat hat viele Bestandteile und Funktionen eines guten Bodens (s.u.) und kann der Pflanze viel mehr anbieten, als viele sogenannte Gartenerden des Handels, die zum größten Teil aus organischen Bestandteilen zusammengesetzt sind. Sie sind im Preis zwar günstiger und im Gewicht geringer, leider aber auch weniger leistungsfähig.

Guter Boden muss ausreichend mineralische Stoffe (Steinchen, Sand, Lehm und Ton) enthalten, um zusammen mit organischen Bestandteilen aus Kompost und absterbenden Pflanzenteilen den Zustand erreichen zu können, den man Humus nennt. Diese ausgewogene Mischung der Bodenbestandteile ist Grundlage für das ganze Spektrum des Bodenlebens, das einen "guten Boden" ausmacht. Und dieser gute Boden ist Voraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum, das ohne menschliche Hilfestellung mit Dünger und Pflanzenschutz auskommt.

Wir nehmen bewusst höhere Kosten des Substrats und den Mehraufwand durch das höhere Gewicht unserer Pflanzen in Kauf um Ihnen Pflanzen anbieten zu können, die in einem Topfsubstrat herangewachsen sind, das dem späteren Standort im Garten ähnlich ist. Auch wenn unsere Pflanzen weniger üppig erscheinen als solche aus Kosten sparender Intensivproduktion, sind sie widerstandsfähiger und wüchsiger, sie wachsen im Garten willig an und entwickeln sich rasch zur vollen Schönheit.

Vermehrungsmethoden

Wir vermehren die Stauden generativ oder vegetativ. Generativ heißt die Vermehrung über Samen, es entsteht eine neue Generation. Das bringt mit sich, dass jede Pflanze ein eigenes Individuum ist und innerhalb einer Population kleine Unterschiede im Aussehen und im Verhalten zu beobachten sind.

Vegetativ werden alle Methoden bezeichnet, bei denen Teile der Pflanze sich zur ganzen Pflanze regenerieren. Es sind dies die Teilung ( das gewonnene Stück ist von Anfang an eine ganze Pflanze ) und Stecklinge (Teile der Pflanze regenerieren die fehlenden Elemente der Pflanze). Die vegetative Vermehrung wird immer dann angewandt, wenn es für den Erhalt von Sortenmerkmalen erforderlich ist. Wildstauden und solche, die ihren Bestand im Garten durch Selbstaussaat sicherstellen, werden besser generativ vermehrt, um ihre Vitalität zu erhalten. Bei Gehölzen verfahren wir sinngemäß, Stecklingsvermehrung wird dabei der Veredlung vorgezogen, weil der Wuchs bei wurzelechten Gehölzen nicht durch Einflüsse der Unterlage verfälscht wird.

Kulturverfahren

Unseren Pflanzen steht für ihre Entwicklung die Umgebung zur Verfügung, die ihrem natürlichen Umfeld entspricht. Die Wiesenpflanze steht in der Sonne, die Waldpflanze im Schatten. Die Kalkmagerrasenpflanze steht im Sommer trocken und heiß, eine Pflanze der Nordhänge mehr kühl. Unser leistungsfähiges Substrat in den Töpfen macht es möglich, dass Pflanzen mit geringem Wasserbedarf nur alle paar Tage bewässert zu werden brauchen.

Bei der Ernährung führen wir die Nährstoffe dem Substrat in speicherfähiger Form zu, Tonmineralien und andere Bestandteile des Substrats halten sie fest, bis die Pflanze sie abfragt. Rückschnitt geschieht bei uns nur in der Jungpflanzenphase, die Fertigpflanze darf ihre Triebe in natürlichem Maße ausbilden. Wir treiben nicht an, um früher verkaufen zu können und wir verwenden keine Stauchemittel, um handlichere Pflanzen zu haben.Dadurch sehen unsere Kunden die Pflanze jeweils in der der Jahreszeit entsprechenden Entwicklung.

Bei der Vermehrung beachten wir, wann die Pflanze am leichtesten neue Wurzeln macht oder neue Triebe anlegt. Der natürliche Rhythmus der Pflanze gibt vor, wann eine Pflanze vermehrt wird und ab wann sie verkaufsfertig ist. Bei einigen Pflanzen ist dadurch sogar eine bestimmte Saison für den Verkauf festgelegt.

Sortiments- und Versuchsgärtnerei Simon
Staudenweg 2
97828 Marktheidenfeld
post@gaertnerei-simon.de
Designelement