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Philosophie

Betriebsphilosophie

Räume für die Pflanzen

Wir in der Gärtnerei Simon sehen es als unsere Aufgabe an, den Pflanzen Räume zu schaffen und damit Natur zwischen die leblosen Bauten der Menschen zu bringen. Wir wollen Flächen schaffen, wo die Erde ihre ursprüngliche Oberfläche hat, mit all den Funktionen, die letztlich auch als Lebensgrundlage für den Menschen wichtig sind. Wir gärtnern nicht nur, um davon zu leben, sondern auch, weil wir wissen und akzeptieren, dass unser Leben erst durch Pflanzen entstehen konnte und weiterhin nur zusammen mit Pflanzen möglich ist.

Wir möchten mit unserer Arbeit das Verständnis für die Bedeutung der Pflanzen in unserer Umwelt wecken. Unsere Umwelt wird ganz wesentlich gestaltet von Pflanzen und Tieren, von der Natur. Um mit ihr gärtnern zu können, müssen wir sie kennen und verstehen. Wir sind der Überzeugung, dass natürliche Vielfalt sich in jeder Gartensituation einfinden wird, wenn wir sie mit den richtigen Pflanzen gestalten.

Eine vom Menschen geschaffene Pflanzung entwickelt sich bald zu einem Lebensraum für Pflanzen und Tiere, der Garten wird lebendig. Die unterschiedlichsten Organismen sorgen für natürliche Stoffkreisläufe im Boden, Kleinlebewesen auf und unter der Erde zerkleinern absterbende Pflanzenteile, Mikroorganismen setzen daraus Nährstoffe frei und erneutes Pflanzenwachstum erzeugt wieder pflanzliches Material, das nach dem Absterben wieder zu Nährstoffen wird. In einem unglaublich komplizierten Zusammenspiel der verschiedensten Lebensformen sind es dann die höheren Pflanzen, Insekten und größeren Tiere, die wir als lebende Umwelt wahrnehmen, lieben und für unser Wohlbefinden brauchen. Wir sollten aber nicht vergessen, dass unzählige Würmer, Insekten, Bakterien und Pilze für die Fruchtbarkeit des Bodens sorgen und uns einen schönen Garten bescheren.

Deshalb sind "Pflanzenschutzmaßnahmen", sprich das Ausbringen von Gift um irgendeine Lebensform zu bekämpfen, als höchst bedenklich einzustufen. Die Natur hat Regelmechanismen, durch die Krankheiten und Schädlinge ausreichend eingedämmt werden. Die Pflanzen brauchen uns Menschen nicht zum Überleben, und schon garnicht Produkte der chemischen Industrie. Wir müssen allerdings begreifen, dass nur die Pflanzen gesund sein können, die am richtigen Standort stehen. Die standortgerechte Pflanzung ist der beste Pflanzenschutz. Es geht den Pflanzen da genauso wie uns Menschen: nur wenn wir uns wohlfühlen, bleiben wir gesund.

Dies nutzen wir aus und bieten unseren Pflanzen solange sie bei uns sind, möglichst die Bedingungen, den Standort, der ihrem natürlichem Lebensraum entspricht. Die dadurch gegebene, gesunde Lebensweise unserer Pflanzen ist einer der Gründe, weshalb wir während der Vermehrung und Kultur nahezu keinen Pflanzenschutz einsetzen müssen. Weiterhin wirkt sich hier die gesunde Artenvielfalt in unserem Betrieb positiv aus. Krankheitsanfällige Pflanzen nehmen wir aus dem Sortiment.

Natur in der Gärtnerei

Bei der Ausübung unseres Berufes ist es immer wieder das Wunder des Wachsens, das uns begeistert. Die Pflanzen werden von uns vermehrt, aber sie wachsen ohne unser Zutun. Wir gestalten ihnen ihre Umwelt so, dass sie gut wachsen können, mehr tun wir nicht. Wir haben Kulturflächen eingerichtet und Wege gebaut. Und wir haben "Restflächen", wie sie der Betriebswirtschaftler nennt.

Restfläche

Auf diesen Restflächen stehen Bäume und Sträucher, die uns unser Kleinklima verbessern. Sie bremsen den Wind und kühlen im Sommer die Luft durch ihre Verdunstung. Sie beschatten den Boden unter sich und bieten den Pflanzen und Tieren eine Lebensgrundlage, die in der vollen Sonne nicht existieren können.

Sie ahnen wohl schon, dass das Wort "Restflächen" dem Wert dieser Flächen nicht gerecht wird. Diese Flächen, die nicht bewirtschaftet werden, diese Flächen sind unsere "Natur in der Gärtnerei". Hier geschieht all das, was wir Gärtner nicht verursachen und nicht beeinflussen, obwohl wir es schätzen und davon profitieren: hier geschieht natürliches Leben in all seiner Vielfalt.

Zahlreiche Gehölze im Randbereich der Gärtnerei sowie unterschiedliche Bodenqualitäten und die daraus resultierende Vielfalt an Lebensbedingungen haben eine reiche Tier- und Pflanzenwelt entstehen lassen. Während unseres Tages der Artenvielfalt im Juni 2000 wurden über 200 verschiedene Tiere und etwa gleichviel Pflanzen gefunden, die natürlicherweise hier vorkommen. Diese artenreiche Ökologie erklärt, warum bei uns keine Krankheiten oder Schädlinge so überhand nehmen, dass sie bekämpft werden müssen.

Auf diesen wenig und zurückhaltend gepflegten Flächen bilden sich schöne Bestände teilweise selten gewordener Pflanzen aus. Blüten werden von Faltern und Fliegen besucht und Vögel brüten hier in großer Zahl. Es gibt reichlich Flächen, die oberflächlich betrachtet "ungepflegt" sind, für Vögel bieten sie aber wesentlich mehr Würmer, Käfer oder Samen, als eine regelmäßig gemähte Wiese.

Luftbild der Gärtnerei Simon

Sortiments- und Versuchsgärtnerei Simon
Staudenweg 2
97828 Marktheidenfeld
post@gaertnerei-simon.de
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