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Pfingstrosen gehören zur Familie Paeoniaceae und werden in China schon seit über 4000 Jahren kultiviert. Wir unterscheiden die staudigen und die strauchigen Paeonien. Bei den Staudenpaeonien sterben im Herbst alle oberirdischen Teile ab, um im Frühling aus unterirdischen Knospen neu auszutreiben. Die Strauchpaeonien dagegen verholzen und verhalten sich wie Blütensträucher. Beiden gemeinsam ist, daß sie sehr alt werden können.
Von den Pfingstrosen führen wir eine Auswahl staudiger Sorten der Paeonia lactiflora und früh blühender Hybriden. Aus dem großen Gebiet der Strauchpfingstrosen umfasst unser Sortiment die Paeonia x lemoinei Gruppe mit gelben und warm roten Blüten, die Paeonia Suffroticosa-Gruppe mit den weißen, roten und violetten Tönen und einige Sorten der hoch wachsenden Paeonia rockii.
Diese edlen Pflanzen können über die Jahre immer schöner und prächtiger werden, wenn der Pflanzplatz ihren Forderungen entspricht. Wie bei jeder Pflanze muss der Standort passen, wenn die Ansiedlung erfolgreich sein soll. Die Einflüsse, die sich auf das Gedeihen auswirken, sind Bodenart, Wassergehalt, Nährstoffangebot, Temperaturverlauf und Lichtverhältnisse.
Für eine Paeonie soll der Pflanzplatz tiefgründigen Boden ohne Staunässe haben, viel Licht und ausreichend Platz für ihre Entwicklung. Besonders für Strauchpfingstrosen sollte nicht weniger als ein Quadratmeter zur Verfügung stehen.
Die beste Pflanzzeit für Paeonien ist der Herbst. Nach dem Austrieb im Frühling dürfen die Pflanzen auf keinen Fall mehr gestört werden.
Staudige Paeonien werden so gepflanzt, daß die Augen 3-4 cm unter der Erdoberfläche sind; tiefer nicht, sonst blühen sie schlecht.
Strauchpaeonien werden vermehrt durch Veredlung auf die Wurzel der staudigen P. lactiflora. Diese Unterlage versorgt das Edelreis, bis dieses eigene Wurzeln hat bilden können. Der junge Trieb kann an seiner Basis Wurzeln bilden, wenn er durch Boden wachsen muss. Dies wird genutzt, wenn die Pflanze halb liegend und tief gepflanzt wird, so dass nur das oberste Auge herausschaut und die anderen nicht tiefer als 15 cm liegen. Dies regt das Austreiben aller Augen an und führt zu einem buschigen Aufbau der Pflanze.
Um einer Beschädigung der jungen Pflanze vorzubeugen, sollten Sie den Pflanzplatz mit einem Pflock oder einem Stein markieren. Bei der empfohlenen Pflanzweise ist eine junge Pflanze im laublosen Zustand praktisch nicht zu sehen. Der dunkelfarbige Austrieb im Frühjahr ist wenig auffällig und kann von Haustieren oder bei Gartenarbeiten beschädigt werden. Solche Verletzungen bedeuten für junge Pfingstrosen häufig den Tod.
Wir möchten Sie deshalb bitten, die hier gegebenen Ratschläge unbedingt zu befolgen.
Paeonien sind langlebige Gartenpflanzen, die von Jahr zu Jahr schöner werden, wenn man sie ungestört wachsen lässt. Der endgültige Pflanzplatz ist deshalb sorgfältig auszuwählen. Sie liebt es nicht, verpflanzt zu werden. Wenn es jedoch unvermeidbar ist, dann am besten im September, wenn das Laub beginnt, abzusterben.
Im direkten Umfeld einer Pfingstrose ist jegliche Bodenbearbeitung zu unterlassen. Aufkommendes Unkraut darf gejätet werden aber es darf nichts unternommen werden, was die Wurzeln verletzen könnte. Deshalb empfehlen wir zur Pfingstrose auch gleich entsprechende Begleitpflanzen vorzusehen.
Auch wenn die Pfingstrose eine Pflanze mit hohen Ansprüchen an den Boden ist, so darf sie doch nicht zu schnellerem Wachstum getrieben werden als der Standort es ihr möglich macht. Das heißt, dass sie erst ab dem dritten Standjahr in Maßen gedüngt werden soll und nach dem Pflanzjahr keine zusätzliche Bewässerung braucht. Als Dünger sind mineralische Dünger zu empfehlen, deren Zusammensetzung dem Nährstoffpegel des Bodens Rechnung trägt. Ausgewogen ernährte, nicht überdüngte Pfingstrosen sind gesünder, widerstandsfähig und gut winterhart. Winterschutz für Strauchpfingstrosen darf nur in der wirklich kalten Periode im Januar gegeben werden und muss luftdurchlässig sein, damit kein Pilzbefall entstehen kann.
Der Paeoniengrauschimmel kann im Frühjahr bei warmfeuchtem Wetter oder nach häufigem Beregnen auftreten. Er bringt die jungen Triebe der Strauchpaeonien zum Welken. Befallene Triebe müssen bis tief ins gesunde Holz abgeschnitten und verbrannt werden.
Auch die Staudenpaeonien können bei warmfeuchter Witterung von einem Pilz befallen werden. Auch hier sollten befallene Blätter weggeschnitten und für schnelles Abtrocknen der Pflanze gesorgt werden.
Geeignet sind alle Stauden, die den reichen Boden in der Nachbarschaft einer Pfingstrose mögen, jedoch nicht durch üppiges Wachstum die Pfingstrose bedrängen. Staudige Pfingstrosen können gut mit Vorfrühlingspflanzen wie Blumenzwiebeln kombiniert werden und mit allen Spätsommer- und Herbststauden ( Astern, Chrysanthemen, Gräser). Sehr empfehlenswert sind Nachbarn mit winterlicher Vegetation z.B. Doronicum pardalianches oder Arum italicum, sie markieren den Standort.
Strauchpfingstrosen wünschen sich eine zurückhaltende Bodendecke, Ajuga, kleine Gräser, niedrige Astern wie Aster radula beispielsweise. Die entfernteren Nachbarn sollten passend zur Blüte oder auf die Farbe des Herbstlaubes abgestimmt ausgewählt werden. Die Strauchpfingstrose ist auch eine sehr schöne Blattpflanze, deren Struktur bei der Vergemeinschaftung mit anderen Pflanzen berücksichtigt werden sollte.
Die genannten Preise gelten für mehrjährige Sämlinge bei den generativ vermehrten Arten, für kräftige Teilpflanzen bei den Stauden und für mindestens 2-jährige Veredlungen mit eigenen Wurzeln bei den strauchigen Arten.
In der Pflanzzeit im Oktober verkaufen und liefern wir vegetativ vermehrte Pfingstrosen nur mit offenen Wurzeln. Damit ist sichergestellt, dass Sie eine ausreichend bewurzelte Pflanze bekommen. Wenn die Wurzeln bis zur Pflanzung feucht gehalten werden, wachsen solche Pflanzen gleich gut an, wie die mit Topfballen. Sollten nur kleinere Exemplare der gewünschten Pfingstrose verfügbar sein, dann werden wir diese zu einem minderen Preis schicken, wenn ein ebenso sicheres Anwachsen wie bei den größeren Pflanzen zu erwarten ist.
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