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Pfingstrosen

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Titelbild Pfingstrosen 2014

Allgemeines

Paeonien gehören zur Familie Paeoniaceae und werden in China schon seit über 4000 Jahren kultiviert. Wir unter­scheiden die staudigen und die strauchigen Paeonien. Bei den Staudenpaeonien sterben im Herbst alle oberirdischen Teile ab und der Austrieb im Frühling geschieht aus unterirdischen Knospen. Die Strauchpaeonien dagegen entwickeln ein holziges Gerüst und verhalten sich wie Blütensträucher. Beiden gemeinsam ist, daß sie sehr alt werden können.

Standortansprüche

Diese edlen Pflanzen können über die Jahre immer schöner und prächtiger werden, wenn der Pflanzplatz ihren Forderungen entspricht. Wie bei jeder Pflanze muss der Standort passen, wenn die Ansiedlung erfolgreich sein soll. Die Einflüsse, die sich auf das Gedeihen auswirken, sind Bodenart, Wassergehalt, Nährstoffangebot, Temperatur­verlauf und Lichtverhältnisse.

Für eine Paeonie soll der Pflanzplatz tiefgründigen Boden ohne Staunässe haben, viel Licht und ausreichend Platz für ihre Entwicklung. Besonders für Strauchpfingstrosen sollte nicht weniger als ein Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Hinweise zur Pflanzung

Die beste Pflanzzeit für Paeonien ist der Herbst. Nach dem Austrieb im Frühling dürfen die Pflanzen auf keinen Fall mehr gestört werden.

Staudige Paeonien werden so gepflanzt, daß die obersten Augen gerade so aus der Erde spitzen; tiefer nicht, sonst blühen sie schlecht.

Strauchpaeonien werden durch Veredlung auf die Wurzel der staudigen P. lactiflora vermehrt. Diese Unterlage kann das Edelreis versorgen, bis es eigene Wurzeln gebildet hat, danach wird sie von uns weggeschnitten. Der junge Trieb kann an seiner Basis Wurzeln bilden, wenn er durch Boden wachsen muss. Deshalb empfehlen wir, die Pflanze etwas tiefer zu pflanzen, das oberste Auge muss sichtbar bleiben. Dies regt das Austreiben aller Augen an und führt zu einem buschigen Aufbau der Pflanze.

Um einer Beschädigung der jungen Pflanze vorzubeugen, sollten Sie den Pflanzplatz mit einem Pflock oder einem Stein markieren. Bei der empfohlenen Pflanzweise ist eine junge Pflanze im laublosen Zustand praktisch nicht zu sehen. Der dunkelfarbige Austrieb im Frühjahr ist wenig auffällig und kann von Haustieren oder bei Gartenarbeiten beschädigt werden. Solche Verletzungen bedeuten für junge Pfingstrosen häufig den Tod.

Wir möchten Sie deshalb bitten, die hier gegebenen Ratschläge unbedingt zu befolgen.

Entwicklung und Pflege

Paeonien sind langlebige Gartenpflanzen, die von Jahr zu Jahr schöner werden, wenn man sie ungestört wachsen lässt. Der endgültige Pflanzplatz ist deshalb sorgfältig auszu­ wählen. Sie liebt es nicht, verpflanzt zu werden. Wenn es jedoch unvermeidbar ist, dann am besten im September, wenn das Laub beginnt, abzusterben.

Bodenbearbeitung

Im direkten Umfeld einer Pfingstrose ist jegliche Bodenbearbeitung zu unterlassen. Aufkommendes Unkraut darf gejätet werden aber es darf nichts unternommen werden, was die Wurzeln verletzen könnte. Deshalb empfehlen wir zur Pfingstrose auch gleich entsprechende Begleitpflanzen vorzusehen.

Düngung

Auch wenn die Pfingstrose eine Pflanze mit hohen Ansprü­chen an den Boden ist, so darf sie doch nicht zu schnellerem Wachstum getrieben werden als der Standort es ihr möglich macht. Das heißt, dass sie erst ab dem dritten Standjahr in Maßen gedüngt werden soll und nach dem Pflanzjahr keine zusätzliche Bewässerung braucht. Als Dünger sind mineralische Dünger zu empfehlen, deren Zusammen­setzung dem Nährstoffpegel des Bodens Rechnung trägt. Ausgewogen ernährte, nicht überdüngte Pfingstrosen sind gesünder, widerstandsfähig und gut winterhart. Winterschutz für Strauchpfingstrosen darf nur in der wirklich kalten Periode im Januar gegeben werden und muss luftdurchlässig sein, damit kein Pilzbefall entstehen kann.

Krankheiten

Der Paeoniengrauschimmel kann im Frühjahr bei warmfeuchtem Wetter oder nach häufigem Beregnen auftreten. Er bringt die jungen Triebe der Strauchpaeonien zum Welken. Befallene Triebe müssen bis tief ins gesunde Holz abgeschnitten und verbrannt werden. Auch die Staudenpaeonien können bei warmfeuchter Witterung von einem Pilz befallen werden. Auch hier sollten befallene Blätter weggeschnitten und für schnelles Abtrocknen der Pflanze gesorgt werden.

Begleitpflanzen

Geeignet sind alle Stauden, die den reichen Boden in der Nachbarschaft einer Pfingstrose mögen, jedoch nicht durch üppiges Wachstum die Pfingstrose bedrängen.

Staudige Pfingstrosen können gut mit Vorfrühlingspflanzen wie Blumenzwiebeln kombiniert werden und mit allen Spätsommer­ und Herbststauden (Astern, Chrysanthemen, Gräser). Sehr empfehlenswert sind Nachbarn mit winterlicher Vegetation z.B. Doronicum pardalianches oder Arum italicum, sie markieren den Standort.

Strauchpfingstrosen wünschen sich eine zurückhaltende Bodendecke, Ajuga, kleine Gräser, niedrige Astern wie Aster radula beispielsweise. Die entfernteren Nachbarn sollten passend zur Blüte oder auf die Farbe des Herbstlaubes abgestimmt ausgewählt werden. Die Strauchpfingstrose ist auch eine sehr schöne Blattpflanze, deren Struktur bei der Vergemeinschaftung mit anderen Pflanzen berücksichtigt werden sollte.

Verkaufsgröße

Die genannten Preise gelten für mehrjährige Sämlinge bei den generativ vermehrten Arten, für kräftige Teilpflanzen bei den Stauden und für mindestens 2-­jährige Veredlungen mit eigenen Wurzeln bei den strauchigen Arten.

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Sortiments- und Versuchsgärtnerei Simon
Staudenweg 2
97828 Marktheidenfeld
post@gaertnerei-simon.de
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